Die Berechnung des Sonnenstandes für jeden Ort, jede Jahres- und Tageszeit
Zum Sonnenstand siehe auch diese Seite ...
http://www.spoddig.de/spoddig/sonnenschein312/index.html
Bei niedrigem Sonnenstand im Winter muß die Strahlung einen langen Weg durch die Atmosphäre zurücklegen. Die Sonne strahlt nur schwach und die UVB-Strahlung wird vollständig ausgefiltert. Deshalb ist es in Deutschland von Oktober bis März nicht möglich, mit Hilfe der UVB-Strahlung Vitamin D in der bestrahlten Haut zu bilden.
Erst bei einem Sonnenstand von über 45° ist die UVB-Strahlung stark genug, um in der besonnten Haut eine wirksame Vitamin-D-Bildung anzuregen. Je höher die Sonne steht, desto intensiver ist die UVB-Strahlung. Deshalb sollte stets die solare Mittagszeit zum Sonnenbaden genutzt und möglichst der ganze Körper der Sonne ausgesetzt werden.
Am besten sind die Sonnentage mit strahlend blauem Himmel. Denn bei klarer Luft ist die UVB-Strahlungsintensität am höchsten.
In Süddeutschland dauert der Winter ohne Vitamin-D-Bildung fünf Monate, in Norddeutschland sogar sechs Monate. Bei atmosphärischer Trübung und Belastung durch Luftschadstoffe wird UVB-Strahlung noch stärker ausgefiltert, weshalb sich in Großstädten und Ballungsgebieten der Winter ohne Vitamin-D-Bildung zusätzlich verlängert.
In den Höhenlagen der Alpen sind Strahlungsverhältnisse am günstigsten, wegen der südlichen Lage, der Höhe und der sauberen Luft.
Auch im Frühjahr gibt es nur wenige Tage, an denen mittags ein vitamin-D-wirksames Sonnenbad genommen werden kann. Diese Tage sind zu nutzen, um möglichst schnell den Vitamin-D-Spiegel anzuheben und das Wintertief zu überwinden.
Simulationsberechnung zur Bildung einer gewünschten Vitamin-D-Menge
Geografische Breite und Höhe können hier abgelesen werden ...
Die Ergebnisse dieser Berechnung sind bei langen Sonnenbädern sowie bei niedrigerem Sonnenstand irreführend, weil anscheinend falsche Annahmen getroffen wurden. Trotzdem gewähren sie eine gewisse Vorstellung.
Unter idealen Strahlungsverhältnissen (hoher Sonnenstand, saubere Luft, Ganzkörperbesonnung) können maximal 20.000 Einheiten an Vitamin D gebildet, wenn der gesamte Körper von vorn und hinten je eine halbe bis ganze Stunde der Sonne ausgesetzt wird. Eine Verlängerung des Sonnenbades bringt keinen weiteren Gewinn an Vitamin D.
Die Verwendung von Sonnenschutzmittel blockiert die Vitamin-D-Bildung nahezu vollständig, weil die UVB-Strahlung an der Hautoberfläche ausgefiltert wird.
Eine gebräunte Haut ist noch lange kein Beweis für einen guten Vitamin-D-Spiegel, weil die Pigmentierung der Haut auch durch UVA-Strahlung angeregt wird (Sofortpigmentierung im Gegensatz zur anhaltenden Spätpigmentierung durch UVB).
Dauer der Vitamin-D-Bildung in der menschlichen Haut
Simulationsberechnung für UVB-Strahlung
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Sonnenlicht,
das größte Gesundheitsgeheimnis
Sonnenmangel und seine schwerwiegenden Folgen
Taschenbuch, 360 Seiten, 18,80 Euro
ISBN 978-3-939865-02-5


