
Laetril ist ein Mandelsäurenitril-Glykosid, welches zu den Blausäureglykosiden gehört und zum Beispiel in den Kernen bitterer Mandeln und wilder Aprikosen vorkommt. Laetril wird fälschlicherweise als Vitamin B17 bezeichnet. Falsch ist diese Bezeichnung deshalb, weil man ohne Zufuhr dieses Stoffes gesund bleibt. Laetril ist in dieser Hinsicht zunächst als nicht lebensnotwendig zu klassifizieren und damit nicht als Vitamin einzustufen.
In Wahrheit ist Laetril sogar hochgiftig, weil es Blausäure enthält, die bei der Verdauung abgespalten wird. Todesfälle durch Zyanid-Vergiftung sind dokumentiert. Aufgrund seiner starken Giftigkeit ist der Verkauf des Laetrils in vielen Ländern unter Strafe gestellt. Früher wurde diese Substanz vor allem in den USA als Arzneimittel gegen Krebs angepriesen und ahnungslosen Patienten verkauft.
Die vermeintliche Wirksamkeit des Laetrils gegen Krebs konnte bisher nicht belegt werden. Es ist auch absurd, von einem starken Gift Heilung zu erwarten. Gifte schaden immer. Gifte, die Gesunde zugrunde richten, können niemals Kranken zur Gesundheit verhelfen.