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Insulinresistenz



Thomas Klein - 25. Juli 2012


Insulinresistenz ist eine weitverbreitete Stoffwechselstörung. Sie führt zu Verfettung, Übergewicht und schließlich zu Diabetes mit allen Folgeerkrankungen.

Insulin transportiert überschüssige Glukose aus dem Blut vor allem in die Muskel-, Leber- und Fettzellen, wo es in Glykogen bzw. Fett umgewandelt wird. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutglukosespiegel zu senken vermag.

Verlieren die Insulinrezeptoren der Zellen ihre Empfindlichkeit gegenüber Insulin, so entwickelt sich Insulinresistenz. Sie ist gekennzeichnet durch erhöhte Blutglukosespiegel (nüchtern sowie nach Aufnahme von Zucker und Stärke), durch langsamen Abfall des Glukosespiegels und erhöhten Insulinspiegel.

Ein über Jahre erhöhter Blutzucker- und Insulinspiegel infolge von Insulinresistenz fördert wesentlich die Glykation, die langfristig zu einer Vielzahl degenerativer Schäden und Erkrankungen führt. Die Alterung wird beschleunigt und die Lebenserwartung verringert.

Insulinresistenz ist auch eine wesentliche Ursache für die Verfettung. Fettleibige Menschen sind in der Regel insulinresistent. Je höher das Übergewicht, desto stärker ist die Insulinresistenz ausgeprägt. Eine erste Diagnose ist also allein durch Betrachten der Körperstatur möglich. Der Laborbefund von Glukosetoleranz, Blutzucker- und Insulinspiegel bestätigt gewöhnlich nur noch das, was zu erwarten war.

Schon der erste übermäßige Fettansatz zeigt, daß eine Insulinresistenz besteht. Dies ist nicht bloß unschön, sondern zeigt eine ernste Stoffwechselstörung an.

Allerdings ist allgemein der Sinn für die richtige Körperstatur verlorengegangen, weil die meisten Menschen zu fett sind. Moderates Übergewicht gilt heutzutage schon als normal. Bei Männern ist ein Körperfettgehalt von 2 bis 3 Prozent bei gut entwickelter Muskulatur erstrebenswert, bei Frauen 12 bis 15 Prozent (Muskelaufbau ist am effektivsten durch Krafttraining zu erreichen).

Selbst Kinder leiden aufgrund von Insulinresistenz in immer größerer Zahl unter Übergewicht. Früher gab es praktisch keine fetten Kinder und die Fettleibigkeit entwickelte sich meist erst später im Erwachsenenleben und sie war vor fünfzig bis hundert Jahren weniger verbreitet als heutzutage.

Doch auch Schlanke und vermeintlich Gesunde sind nicht aus dem Schneider. Bei ihnen kann sich bei fehlerhafter Ernährung Insulinresistenz allmählich entwickeln, auch wenn noch kein Fettansatz zu erkennen ist. Und selbst wenn wirklich keine Insulinresistenz besteht, wird dennoch die Alterung durch Fehlernährung beschleunigt, in deren Folge sich früher oder später degenerative Erkrankungen einstellen.

 

Die Ursachen der Insulinresistenz

Eine wesentliche Ursache ist der jahrelange Verzehr von denaturierten ungesättigten Fettsäuren (Veränderung durch Oxidation, Reduktion und Polymerisation, Bildung von trans-Fettsäuren). Die Insulinrezeptoren werden geschädigt.

Auch der häufige und reichliche Verzehr von zucker- und stärkehaltiger Nahrung mit starker glykämischer Wirkung fördert langfristig Insulinresistenz durch Glykation und Fruktation, ebenso die Aufnahme von reaktiven Glykotoxinen mit protein- und fettreicher Nahrung, besonders wenn diese stark erhitzt ist.

Zudem kann Eisenüberlastung Insulinresistenz fördern.

 

Die Folgen

Bei Insulinresistenz ist die  Wirksamkeit von Insulin vermindert. Die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse schütten vermehrt Insulin aus, um die überschüssige Glukose aus dem Blut in die Zellen zu befördern. Die Bauchspeicheldrüse von Patienten mit Insulinresistenz muß oft doppelt so viel Insulin bilden als bei Menschen mit guter Insulinempfindlichkeit. Im fortgeschrittenen Stadium bildet die Bauchspeicheldrüse die fünffache, ja mitunter sogar die zehnfache Menge an Insulin.

Bei ständiger Zuckerüberlastung durch eine zucker- oder stärkereiche Ernährung wird die Bauchspeicheldrüse allmählich durch Glykation geschädigt. Ab einem kritischen Punkt läßt ihre Kapazität zur Insulinbildung nach. Es entwickelt sich Diabetes Typ 2.

Insulinresistenz wird als Vorstadium zu Diabetes Typ 2 betrachtet, weil sich in der Folge Zuckerkrankheit entwickelt. Doch Insulinresistenz ist zugleich die zugrundeliegende Stoffwechselstörung bei Diabetes Typ 2: Relativer Insulinmangel bei gleichzeitiger absoluter Insulinüberlastung (hohe Insulinspiegel, die deutlich über dem Niveau von Gesunden liegen).

Werden bei beginnender Zuckerkrankheit Arzneimittel verordnet, welche die Insulinausschüttung steigern, so wird zunächst zwar der relative Insulinmangel verringert und symptomatisch der Blutzuckerwert verbessert, doch die absolute Insulinüberlastung wird verstärkt. Dadurch verschlimmert sich tendenziell die Insulinresistenz – ein Teufelskreis, der zu immer schnellerem gesundheitlichen Verfall durch glykationsbedingte Gewebeschäden führt.

Hohe Blutzucker- und Insulinspiegel ruinieren allmählich auch die Bauchspeicheldrüse. Läßt ihre Leistung nach, ist im fortgeschrittenen Stadium auch mit Medikamenten nichts mehr auszurichten. Schließlich wird die Insulinspritze verordnet. Allerdings wird das zugrundeliegende Problem, die Insulinresistenz, auch dadurch nicht gelöst, sondern verschlimmert. Die Bauchspeicheldrüse wird immer weiter geschädigt.

 

Vermeidung und Überwindung der Insulinresistenz

Insulinresistenz ist ernährungsbedingt. Durch naturbelassene Rohkost-Ernährung wird Insulinresistenz verhütet und geheilt. Allerdings kann es selbst bei konsequent naturgemäßer Ernährung durchaus zwei Jahre dauern, bis eine gute Insulinempfindlichkeit zurückgewonnen ist, wenngleich sich schon früher eine deutliche Besserung bemerkbar macht.

Entscheidend ist das Weglassen von Nahrungsmitteln mit starker glykämischer Wirkung sowie von denaturierten Fetten und Ölen:

  1. Keine gebratene, fritierte oder anderweitig stark erhitzte Nahrung.
  2. Pflanzenöl wird meist schon beim Pressen denaturiert, selbst wenn es als kaltgepreßt deklariert wird. Es gibt jedoch Ausnahmen.
  3. Aber auch schonend ausgepreßtes Pflanzenöl verändert sich je nach Lagerung recht schnell durch Sauerstoff, Licht und Wärme. Je höher Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, desto leichter wird das Öl geschädigt. Das Öl wird zunehmend ranzig und dadurch giftig. Doch selbst frisches und schonend ausgepreßtes Öl sollte allenfalls in Maßen, besser nur in homöopathischen Dosen verwendet werden.
  4. Noch besser ist es, anstelle von Öl lieber Nüsse und Ölsamen zu essen, notfalls frisch gemahlen (z.B. Leinsamen, Sesam, Mohn, Hanfsamen). Denn diese enthalten auch reichlich Mineralstoffe und fettlösliche Vitamine, im Öl sind hingegen keine Mineralstoffe enthalten. Und selbst bei schonender Pressung ist der Gehalt an fettlöslichen Vitaminen und Antioxidantien geringer als bei den ursprünglichen Nüssen oder Ölsamen.
  5. Doch auch vermeintlich rohe Nüsse werden in vielen Fällen mehr oder weniger durch Erhitzen getrocknet. Besonders ist das bei Cashewkernen, Paranüssen und anderen Nüssen aus warmen Regionen Fall. Solche Nüsse sollten deshalb besser nicht gegessen werden. Außerdem führt das Erhitzen zu einem höheren Gehalt an Glykotoxinen.
  6. Gesättigte Fette sind reaktionsträge und nicht durch unkontrollierte Oxidation gefährdet. Deshalb gelten Kokosnüsse als hochwertige Nahrung, besonders junge Trinkkokosnüsse.
Insulinresistenz kann gleichermaßen durch eine fettarme oder eine kohlenhydratarme Ernährung (Low Fat, Low Carb) überwunden werden. Das erscheint paradox, weil hierbei gegensätzliche Konzepte vertreten werden. Eine Besserung wird jedoch nur erreicht, wenn die obigen Grundsätze befolgt werden. Beide Konzepte scheitern allerdings, wenn diese Prinzipien verletzt werden. Die Lösung des Problems liegt bei der Rohkost-Ernährung und damit auf einer anderen Ebene. Das erklärt die kontroverse Diskussion in Fachkreisen.

Bei Insulinresistenz wird gewöhnlich auch Kalorienreduktion empfohlen. Dies hilft jedoch nur solange, wie die Kalorienbeschränkung auch durchgehalten wird. Sobald wieder normale Mengen gegessen werden, setzen diese Personen recht schnell Fett an und sind bald wieder ebenso dick wie zuvor. Das zeigt, daß die Insulinempfindlichkeit der Rezeptoren nicht verbessert wurde, daß die Muskel- und Fettzellen während der Hunger- bzw. Fastenperiode lediglich ihre Glykogen- und Fettreserven notgedrungen abgebaut haben und es besser vermochten, überschüssige Glukose aus dem Blut aufzunehmen.

Eine Ernährungskorrektur ist also auch hier unumgänglich. Kalorienbeschränkung gelingt zudem leichter mit Salat, Gemüse und kalorienarmen Früchten, ergänzt durch Ölfrüchte, Nüsse und Ölsamen. Bei zucker- und stärkereicher Ernährung mit starker glykämischer Wirkung ist die Kalorienbeschränkung schwierig.

Auch Sport wird gegen Insulinresistenz empfohlen. So empfehlenswert ein gesundheitsorientiertes Ausdauer- und Krafttraining ist, die Insulinempfindlichkeit der Rezeptoren wird dadurch nicht wiederhergestellt. Der einzige Gewinn für den Zuckerhaushalt besteht darin, daß durch körperliche Aktivität die Glykogenreserven der Muskelzellen abgebaut werden. Doch mit der nächsten zucker- oder stärkehaltigen Mahlzeit ist dieser Effekt wieder verloren. Bei längerer Muskelarbeit, wenn die Glykogenreserven der Skelettmuskulatur erschöpft sind, werden auch die Fettreserven angegriffen. Doch gewöhnlich ist danach der Hunger um so größer, so daß die Reserven bald wieder aufgefüllt sind.

Wer insulinresistent ist und Fett abbauen möchte, kann sich bei fehlerhafter Ernährung mit Ausdauersport und Krafttraining noch so sehr schinden; der Erfolg bleibt aus. Erst die Ernährungskorrektur bringt den Durchbruch.

 

Die Wirkung von Vitamin D

Bei gutem Vitamin-D-Spiegel verbessert sich zwar die Fähigkeit des Körpers, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Doch eine fehlerhafte Ernährung ist damit nicht zu kompensieren. Niemand wird schlank, nur weil er sich viel sonnt. Unabhängig davon sollte dennoch ein guter Vitamin-D-Status angestrebt werden.
 




Dr. med. Raimund von Helden

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Insulinresistenz: Wenn Insulin nicht mehr so gut wirkt


Wikipedia: Insulinresistenz


Insulinresistenz
 
Unter den vielen Gesundheitsproblemen denen sich die Menschheit gegenübersieht, können Fettleibigkeit und Diabetes als die Hauptprobleme angesehen werden. Den wenigsten Menschen ist allerdings die zugrunde liegende Ursache, nämlich eine Insulinresistenz, bekannt.

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Warum diätetische Lebensmittel und Diät-Getränke die Entstehung von Diabetes fördern







Insulin is an “Eat More!” and “Fat Storage” Hormone
Your body has a limited capacity to store excess carbohydrates. This is one of the reasons why elevated blood sugar follows their overconsumption. One of the ways your body avoids dangerously elevated blood sugar levels is through converting those excess carbohydrates into excess body fat primarily in your belly.


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Taking insulin is one of the WORST things you can do, as it will actually make your insulin and leptin resistance worse over time. Yes, most doctors make diabetes worse and accelerate the death process.