Hygeia - die Göttin der Gesundheit

Hygeía – die Göttin der Gesundheit in der antiken griechischen Mythologie, mitunter auch als Hygieía bezeichnet. Von der Gesundheit leitet sich das deutsche Lehnwort Hygiene ab, welches Gesundheitsvorsorge bedeutet.

Asklepios, der Gott der Heilkunde, hatte zwei Töchter, Hygeia, die Göttin der Gesundheit, und Panakeia, die Göttin der Medizin und Zauberei. Beide Göttinnen verkörperten den Griechen die gegensätzlichen Ansichten, wie die Menschen die Gesundheit zu erhalten und wiederzuerlangen suchten:

  • durch richtige Lebensweise und Ernährung – das ist der erfolgversprechende Weg, den Hygeia weist (daher auch die wörtliche Übereinstimmung der Göttin mit der Gesundheit);
  • durch Medizin und Zauberei – das ist der trügerische Weg, versprochen von Panakeia. Bezeichnend ist die dreifache Bedeutung des griechischen Wortes pharmakon, nämlich Heilmittel, Gift und Zaubermittel. Panakeia verspricht also Heilung mittels giftigen Heilmitteln, welche die Krankheiten gleichsam durch Zauberei besiegen sollen.

Schon die Weisen Griechenlands wußten also, daß man durch die Einnahme von giftigen Arzneimitteln nicht gesund werden kann, sondern nur durch richtige Ernährung und Lebensweise. Der Aberglauben, sich Gesundung von  Arzneimitteln zu versprechen, betörte schon damals die Massen.

Viele Statuen und Bildnisse zeigen Hygeia, wie sie das Füllhorn trägt, aus dem Früchte und Blumen quellen. Das Füllhorn ist das alte Symbol der Gesundheit und des Glückes, der Fruchtbarkeit, des Reichtums und des Überflusses. Die geheime Botschaft lautet: Eßt Obst und Gemüse im Naturzustand, so werdet ihr gesund sein und euer Glück finden.

 

Neun Zehntel unseres Glückes beruhen allein auf der Gesundheit.
Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses:
Hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut,
welcher Art es auch sei, genießbar.
                                                      Schopenhauer

Die Gesundheit überwiegt alle äußeren Güter so sehr,
daß wahrscheinlich ein gesunder Bettler glücklicher ist
als ein kranker König.            Schopenhauer

Die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern,
für was es auch sei, für Erwerb, für Beförderung, für Gelehrsamkeit,
für Ruhm, geschweige für Wollust und flüchtige Genüsse:
vielmehr soll man ihr alles nachsetzen.
                                                       Schopenhauer