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Ernährung - Protein (Eiweiß)



Essentielle Aminosäuren

Der Tagesbedarf an essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren ist auf das Körpergewicht zu beziehen, bei übergewichtigen Personen auf das Körpergewicht abzüglich der Fettmasse.

Die tägliche Eiweißzufuhr sollte bei etwa 0,8 bis 0,95 Gramm pro Kilogramm des idealen Körpergewichts liegen, um eine ausreichende Versorgung an essentiellen Aminosäuren sicherzustellen und zugleich eine Überlastung durch zu viel Protein zu vermeiden.

Einen höheren Bedarf haben Säuglinge, Kinder und Jugendliche, Sportler und Schwerarbeiter, Schwangere und Stillende sowie bei Unfallopfern und operierten Patienten. Bei diesen Personen sollte wegen des hohen Bedarfs die Eiweißzufuhr nicht beschränkt werden.

Das Eiweiß in naturbelassenen Nahrungsmitteln ist zu bevorzugen.



Proteinüberlastung: Eiweißspeicherkrankheiten

Bei einseitiger vegetarischer Ernährung und ungünstigem Aminosäureprofil besteht die Gefahr, daß bestimmte essentielle Aminosäuren nur unzureichend zugeführt werden (z. B. Lysin). Das führt dazu, daß große Eiweißmengen verzehrt werden müssen, um eine minimale Aufnahme an Lysin sicherzustellen.

 

Aufwendige Verdauung

Die Eiweißverdauung ist ein aufwendiger Prozeß. Sie sollte nicht durch Erhitzen der Nahrung und durch zu große Mengen erschwert werden (instinktive Sperre beachten).

Bei Rohverzehr sind Fleisch und Fisch für mindestens 24 Stunden tiefzufrieren (möglichst unter -40 °C, zumindest unter -25 °C), damit eventuell vorhandene Eier und Larven von Parasiten abgetötet werden.

Eine starke Magensäure kann gleichfalls Parasiten abtöten, doch verlassen sollte man sich darauf nicht.

 

Vorsicht Glykotoxine

Rohe tierische Nahrung enthält reaktive Aminosäuren und Glykotoxine, die langfristig die Alterung beschleunigen und bei hoher Belastung mit zunehmendem Alter degenerative Erkrankungen fördern.

Also auch bei rohem Fleisch und Fisch ist Maß zu halten.

Soll proteinreiche Nahrung gegart werden, sind Dämpfen, Dünsten und Kochen zu bevorzugen, weil dabei die Temperatur nicht über 100 °C ansteigt und das heiße Wasser bzw. der Dampf die Bildung von Glykotoxinen und anderen gesundheitsschädlichen Substanzen gehemmt wird. Die starke Erhitzung durch Braten, Grillen oder Frittieren führt zu einer starken Belastung der Nahrung mit Glykotoxinen, was mit zunehmendem Alter entsprechend der verzehrten Mengen nicht ohne Folgen bleibt.

 
Eiweißhaltige Lebensmittel   

Steinzeit-Ernährung
 


 


 
Thomas Klein

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Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben,
hundert Ackerbauern oder tausend Gärtner.   
Alexander von Humboldt

















 

Fleischverzehr und Gesundheit