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Chlorella – zur Ausscheidung von Umweltgiften


Die besondere Wirkung der Süßwasseralge Chlorella


Thomas Klein, 25. Februar 2012


Bessere Ausleitung von Umweltgiften

Die mehrschichtige Zellwand der Chlorella-Alge hat ein starkes Absorptionsvermögen gegenüber Schwermetallen und organischen Umweltgiften wie Pestiziden und Herbiziden.[1]

Die regelmäßige Einnahme von Chlorella verbessert zum Beispiel die Ausleitung von Cadmium über die Nieren und den Darm um Faktor 3 bis 7. Deshalb empfiehlt sich der Verzehr von Chlorella zur Behandlung der Itai-Itai-Krankheit (akute Cadmiumvergiftung).[2]

Giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Blei und Cadmium werden von Chlorella gebunden, wobei lebensnotwendige Metalle von der Mikroalge verwertet werden.[3]

Erhalten Ratten dioxinbelastetes Futter, so beschleunigt der Zusatz von 10 % Chlorella die Dioxinausscheidung erheblich. [4] Ähnlich wirkt Chlorella bei chlororganischen Verbindungen.[5]

Die Cadmiumvergiftung von Ratten im Tierversuch konnte durch Chlorella gleichfalls abgeschwächt und die Belastung erheblich gemindert werden, so daß auch deutlich weniger cadmiumbedingte Folgenschäden an der Leber der Ratten zu verzeichnen waren.[6]

An bleivergifteten Mäusen wurde nachgewiesen, daß bei Verfütterung von Chlorella die Ausscheidung von Blei gefördert wird und die Bleikonzentration im Blut und in den Geweben deutlich abfällt.[7]

Beim Menschen sind ähnliche Effekte zu verzeichnen. Bei schwangeren Frauen konnte mit Chlorella der Dioxingehalt im Blut, im Fettgewebe, der Plazenta und Nabelschnur und damit auch die Dioxinbelastung der Föten und der geborenen Kinder reduziert werden.[8]

Bei stillenden Müttern verringert sich durch die Einnahme von Chlorella die Dioxinbelastung der Muttermilch erheblich, was einen besseren Gesundheitszustand der Kinder verspricht.[9]



Richtige Anwendung

Werden täglich 3 bis 10 Gramm getrocknete Chlorella-Alge als Nahrungsergänzung verzehrt, so werden Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei, ebenso wie Dioxin und chlororganische Verbindungen besser ausgeschieden, so daß eine erhöhte Belastung innerhalb weniger Monate deutlich zurückgeht.

Der Verzehr von Chlorella ist vorbeugend zu empfehlen, um die Belastung mit Schwermetallen und organischen Umweltgiften gering zu halten, besonders wichtig ist das jedoch für Schwangere und stillende Mütter.[10]

 

Ergänzende Maßnahmen

Auch durch die vielen Vitamine, Mineralstoffe und Faserstoffe in Salat und Gemüse sowie in kalorienarmen Früchten wird die Schwermetallausleitung gefördert. Frischkost-Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse sollte also die Grundlage bilden und Chlorella die Ergänzung.

Hochungesättigte Fettsäuren verbessern die Durchlässigkeit der Zellmembranen und damit die Entgiftung der Zellen. Deshalb empfiehlt es sich, täglich frischgepreßtes Leinöl zu verzehren, allerdings dabei Maß zu halten.

Regelmäßige UV-Bestrahlung durch die Sonne kann die Ausscheidung von Umweltgiften erheblich steigern, bei Blei zum Beispiel um Faktor 2, bei einigen Pestiziden unter Umständen sogar um Faktor 20 (mehr darüber in meinem Buch Sonnenlicht – das größte Gesundheitsgeheimnis).

 

 Vorbeugen ist besser als Heilen

Am wichtigsten ist jedoch, die Aufnahme von Umweltgiften lebenslang zu minimieren und gar nicht erst durch die Belastung an Umweltgiften zu erkranken. Denn deren Ausscheidung ist oftmals eine schwierige Sache und nur teilweise möglich.
 

Ein Weiser kommt erst gar nicht in eine Lage,
aus der ein Kluger einen Ausweg sucht.  -  Alexander Gelman



[1] Travieso; Cañizares; Borja; Benítez; Domínguez; Dupeyrón; Valiente: Heavy metal removal by microalgae. Bull. Environ. Contam. Toxicol. 1999; 62(2): 144-151.

Chong; Wong; Tam: Performance of different microalgal species in removing nickel and zinc from industrial wastewater. Chemosphere 2000; 41(1-2): 251-257.

Krishnamurthy, Frederick: Using biopolymers to remove heavy metals from soil and water. Remediation Journal 1994; 4 (2): 235–244.

[2] Hagino, Ichimura: Effect of chlorella on fetal and urinary cadmium excretion in „Itai-Itai“ desease. Nippon Eiseigaku Zasshi 1975, 30, 77.

[3] Perales-Vela; Peña-Castro, Cañizares-Villanueva: Heavy metal detoxification in eukaryotic microalgae. Chemosphere 2006; 64 (1): 1-10.

[4] Morita; Matsueda, Iida, Hasegawa: Chlorella Accelerates Dioxin Excretion in Rats. Journal of Nutrition. 1999; 129: 1731-1736.

[6] Shim; Shin; Han; Park; Lim; Chung; Om: Protective effects of Chlorella vulgaris on liver toxicity in cadmium-administered rats. J. Med. Food. 2008; 11(3): 479-485.

[7] Queiroz; Torello et al.: Chlorella vulgaris up-modulation of myelossupression induced by lead: The role of stromal cells. Food and Chemical Toxicology 2008; 46 (9): 3147–3154.

[10] Steinberg; Ecke; Ullmann: Chlorella – neue Wege der Prävention und Heilung. OM & Ernährung 2009; 127. Sonderdruck S. 7:


Weitere Literatur über die entgiftende Wirkung von Chlorella: Klinghardt Academy