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Betrug und Korruption in der Medizin


Kliniken belohnen Ärzte mit "Fangprämien"

„Fangprämien“ für überwiesene Patienten sind im deutschen Gesundheitssystem offenbar gängige Praxis. Nach einer Studie der Universität Halle-Wittenberg bezeichnet jeder vierte Klinikträger diese unerlaubte Form der Honorierung als üblich. Noch besser geschmiert läuft die Zusammenarbeit der niedergelassenen Mediziner offenbar mit  Zahntechnikern, Krankengymnasten, Orthopädieschuhmachern, Optikern oder Hörgeräteakustikern. Von ihnen bestreiten nur 20 Prozent, dass es solche von den Ärzten erkaufte Zuweisungen gibt. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), der das Gutachten in Auftrag gegeben hat, nannte die Ergebnisse skandalös.

 
Kliniken bestechen Ärzte für mehr Patienten

Bekommt jeder Patient die Behandlung, die er benötigt? Eine Studie sät Zweifel an dieser Selbstverständlichkeit. Jede vierte Klinik zahlt Ärzten offenbar "Fangprämien" für überwiesene Fälle.


Kliniken geben Deals mit Fangprämien zu

Ärzte, Kliniken und Sanitätshäuser schieben sich gegenseitig Patienten zu, dafür fließen Prämien - laut einer Umfrage der gesetzlichen Krankenkassen ist diese Praxis in jeder vierten Klinik bekannt. Die Beteiligten sagen selbst: Schuld sind mangelnde Kontrollen.



Das Geschäft mit der Angst

Bundesweit Ermittlungen gegen Krebsärzte wegen Bestechlichkeit. Apotheker ebenfalls im Visier der Staatsanwaltschaften

Die Staatsanwaltschaft Dresden will demnächst Anklage gegen Verantwortliche der Pharmafirma Oncosachs erheben. Die in Leipzig ansässige Pharmafirma soll Krebsärzten mehrere hundert Euro pro Patient gezahlt haben, wenn sie Oncosachs-Präparate bevorzugen. Nach Angaben von Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, ermittelt die Behörde wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit auch gegen 47 Krebsärzte aus mehreren Bundesländern. Die Mediziner sollen bis 2008 vor allem "Mietzuschüsse" von Oncosachs kassiert haben, seither soll das Geld über Scheinstudien geflossen sein. Ein Arzt soll dabei beispielsweise von 2005 bis 2011 mehr als eine halbe Million Euro kassiert haben.