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Zur Kariesprophylaxe mit Fluorid


Thomas Klein, 7. März 2014

 

Zur Kariesprophylaxe mit Fluorid

Verspricht fluoridhaltige Zahnpasta wirklich Kariesprophylaxe, wie es überall heißt? Das griechische προφυλάσσω prophylasso bedeutet „von vornherein ausschließen“, und Kariesprophylaxe zielt demnach auf die Vermeidung der Karies. Kann dieses Ziel mit fluoridhaltiger Zahnpasta erreicht werden?

 

Dieser Frage wurde im Rahmen einer Cochrane-Meta-Analyse nachgegangen:

Marinho; Higgins; Sheiham; Logan: Fluoride toothpastes for preventing dental caries in children and adolescents. Cochrane Database Syst Rev. 2003;(1):CD002278.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12535435

Einbezogen wurden randomisierte, placebokontrollierte Studien mit Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre, bei denen die Versuchsgruppen fluoridhaltige Zahnpasta verwendeten und die Kontrollgruppen Zahnpasta ohne Fluorid. Überprüft wurde der Kariesfortschritt durch Zunahme der DMFS pro Jahr (decayed, missing and filled tooth surfaces – kariöse, fehlende und gefüllte Zahnoberflächen).

Bei schnellem Kariesfortschritt von 2,6 DMFS pro Jahr (Kontrollgruppe) erbrachte die Fluoridanwendung auf drei Jahre gerechnet bei 1,6 Kindern eine DMFS weniger. Das entspricht einem um 0,208 DMFS/a verminderten Kariesfortschritt. Also anstelle von 2,6 DMFS/a in der Kontrollgruppe mit Placebo waren es bei der Fluoridgruppe lediglich 2,4 DMFS/a. Die allmähliche Zerstörung des Gebisses durch Karies schreitet bei Fluoridanwendung somit etwas langsamer fort. Das Ergebnis ist letztlich das gleiche, nämlich ein durch Karies ruiniertes Gebiß, nur daß dieser Zustand etwas später erreicht wird. Die Placebogruppe hatte nach fünf Jahren durchschnittlich mit 13 DMFS zu rechnen, die Fluoridgruppe mit 12 DMFS. – Nicht gerade ein beeindruckender Unterschied.

Bei einem langsamen Kariesfortschritt von 1,1 DMFS/a konnte dieser durch Fluoridanwendung um 0,09 DMFS auf 1,0 DMFS/a vermindert werden (in drei Jahren bei  3,7 Kindern eine DMFS weniger).

 

Schlußfolgerung: Der kariesbedingte Gebißverfall kann durch lokale Anwendung fluoridhaltiger Zahnpasta nur geringfügig verzögert werden. Der Kariesfortschritt kann auf diese Weise lediglich um 8 Prozent verlangsamt werden. Doch eine Kariesprophylaxe sollte mehr bringen, damit sie diese Bezeichnung verdient.

Um es nochmals deutlich zu formulieren: Kinder und Jugendliche, die fluoridhaltige Zahnpasta verwenden, erreichen wenige Monate später jenen Stand des Gebißverfalls, der bei Kindern und Jugendlichen bei Verwendung fluoridfreier Zahnpasta zu verzeichnen ist.

 

Wirkliche Kariesprophylaxe setzt bei der Ernährung an

Karies ist stets die Folge einer kariogenen Ernährung über längere Zeit, meist verbunden mit unzulänglicher Gebißhygiene. Besonders kritisch ist der häufige Verzehr von im Mund löslichen Zucker und Stärke. Zucker ist dabei wesentlich gefährlicher als Stärke. An dieser Stelle gilt es anzusetzen und die Ernährung dahingehend zu korrigieren, daß am besten jeglicher Fabrikzucker gemieden wird, ebenso konzentrierter Zucker in Naturprodukten wie Honig und Trockenfrüchten. Auch Brot, Pizza und Gebäck wirken wegen der leichtlöslichen Stärke kariesverursachend.

Reichlicher und häufiger Zuckerkonsum schädigt nicht nur die Zähne, sondern fördert auch den gesundheitlichen Verfall und beschleunigt die Alterung. Bei zuckerreicher Ernährung wird die Entwicklung des Gehirns während der Kindheit gestört mit der Folge einer geringeren Intelligenz später im Leben. – Es lohnt sich also, jeglichen Fabrikzucker aus der Ernährung zu verbannen und den Zuckerkonsum auf jene geringe Menge zu beschränken, die über Obst und Gemüse zugeführt wird.

Unabhängig von der Ernährung sind Zähne zweimal täglich gründlich zu putzen. Wo kein Zahnbelag ist, kann langfristig auch keine Karies entstehen.
 




 
Thomas Klein

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Bei kariesvermeidender Ernährung und guter Gebißhygiene ist die lokale Fluoridanwendung völlig nutzlos und es bleiben allein die weitreichenden Folgen der täglich wiederholten Fluoridbelastung, denn über die Schleimhäute und durch Verschlucken wird stets eine gewisse Fluoridmenge aufgenommen. Das summiert sich im Laufe des Lebens und fördert vielfältige degenerative Erkrankungen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Man muß sich also fragen, ob man bei kariogener Ernährung einen etwas langsameren Kariesfortschritt mit einer schleichenden Fluroidvergiftung erkaufen möchte.

Die systemische Fluoridzufuhr über Trinkwasser oder Salz hat keinen Einfluß auf das Kariesrisiko und belastet nur den Organismus. Die systemische Fluoridzufuhr in der Kindheit und Jugend stört je nach Schwere der chronischen Vergiftung die Zahnentwicklung und führt über einen poröseren Zahnschmelz sogar zu einem erhöhten Kariesrisiko, das lebenslang bestehenbleibt. Im Extremfall entwickelt sich eine Zahnfluorose.



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Fluorid ist hochgiftig und gefährlich. Eine unbedenkliche Dosis gibt es nicht. Bereits eine vermeintlich geringe, aber stete Belastung beschleunigt die Alterung und fördert den gesundheitlichen Verfall mit vielfältigen, meist unheilbaren Erkrankungen. Auch Zähne und Gebiß werden geschädigt.

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