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Handy-Nutzung erhöht Risiko für Hirntumor


Thomas Klein


Handy-Nutzung erhöht Risiko für Hirntumor

 

Neuere Studien bestätigen die Erkenntnis, daß die regelmäßige Nutzung von Handy und Funk-Telefon das Risiko für bösartige Hirntumore ansteigen läßt (speziell Gliome und Akustikneurinome) – und zwar um so stärker, je höher die lebenslange Belastung durch Funkstrahlung ist.

Diese bemißt sich nach der Anzahl der Jahre, in denen Handy und Funk-Telefon genutzt wurden, der üblichen jährlichen bzw. täglichen Nutzungsdauer, der mittleren Strahlungsintensität der Geräte sowie des Abstandes von Funktelefon und Ohr bzw. Kopf.

Hirntumore entstehen meist auf der Seite, an der normalerweise telefoniert wird.

 

Diese Studienergebnisse werden natürlich von interessierter Seite heruntergespielt, weil es dabei um gewaltige finanzielle Interessen geht. Die dabei involvierten Telekommunikationskonzerne wären allesamt bankrott, wenn der Strahlenschutz durchgesetzt würde. Ebenso jene Unternehmen, die Funktelefone und Funktechnik herstellen,

Und die Staaten müßten die milliardenschweren Lizenzgebühren erstatten, welche die Telekommunikationskonzerne einst bezahlt haben. Doch auch die Staaten sind bankrott und können derartige Rückzahlungen nicht erbringen. Somit wagt kein Politiker Änderungen am Status quo, selbst wenn er die Gefahren der Funktechnik sieht. Auch wäre es politischer Selbstmord, sich gegen die mächtigen Lobbyorganisationen zu stellen, zumal auch die Masse ihre Handys nutzen will und den Gefahren gleichgültig gegenübersteht, zumindest solange die Leute nicht selbst vom Hirntumor betroffen sind.

 

Verminderung der gesundheitlichen Risiken seitens der Nutzer

  • Bevorzugt übers Festnetz telefonieren oder per Email bzw. SMS kommunizieren.
  • Kurz fassen. Die Gesprächszeit mit Handy und Funk-Telefon auf das Notwendige beschränken.
  • Handy ausstellen, wenn es nicht benötigt wird. Denn je nach Fabrikat und Telekommunikationsfirma funkt es ständig und tauscht Daten aus.
  • Beim Gespräch Kopfhörer und Freisprecheinrichtung nutzen und das funkende Handy etwas vom Körper weghalten oder in der Nähe ablegen, sofern man gerade sitzt. Damit wird Abstand zu Kopf und Körper gewahrt.
  • In abgeschirmten Bereichen auf Handynutzung verzichten und das Gerät ausstellen (in Auto, Bahn, Bus, Flugzeug und Aufzügen). Das gilt auch für Bereiche mit schlechtem Empfang, weil hier ebenfalls das Handy mit hoher Leistung funken muß, um den nächsten Funkturm zu erreichen, wodurch sich die Belastung erhöht.

 

Unabhängig davon wirken auch entfernte Funkquellen als Streßfaktoren, besonders nachts zur Schlafenszeit, denn diese Sender funken ununterbrochen. Auch Nichtnutzer sind davon betroffen. – Mobilfunktürme, Funksender aller Art, Radar, WLAN-Antennen (auch in der Nachbarschaft) und Basisstationen von Schnurlos-Telefonen (einige Modelle funken nur bei Benutzung, andere ständig, auch wenn sie nur in Bereitschaft sind).

 

Hardell; Carlberg; Söderqvist; Mild: Case-control study of the association between malignant brain tumours diagnosed between 2007 and 2009 and mobile and cordless phone use. Int J Oncol. 2013 Dec;43(6):1833-45.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24064953

Hardell; Carlberg; Söderqvist; Mild: Pooled analysis of case-control studies on acoustic neuroma diagnosed 1997-2003 and 2007-2009 and use of mobile and cordless phones. Int J Oncol. 2013 Oct;43(4):1036-44.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23877578

Hardell; Carlberg; Hansson Mild: Pooled analysis of case-control studies on malignant brain tumours and the use of mobile and cordless phones including living and deceased subjects. Int J Oncol. 2011 May;38(5):1465-74.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21331446

Hardell; Carlberg; Söderqvist et al.: Long-term use of cellular phones and brain tumours: increased risk associated with use for > or =10 years. Occup Environ Med. 2007 Sep;64(9):626-32.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17409179