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Fruktose-Intoleranz

 

Fruktose-Unverträglichkeit (Fructose-Intoleranz) bedeutet, daß Fruktose (Fruchtzucker) schlecht aufgenommen oder verwertet wird.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen folgenden Formen der Intoleranz:
  1. Gestörte Aufnahme von Fruktose im Darm (Fruktose-Malabsorption, intestinale Fruktose-Intoleranz). Abhilfe: Die Zufuhr von Fruktose ist auf jenes Maß zu beschränken, die gut aufgenommen werden kann. Auch sind Nahrungsmittel zu bevorzugen, deren Fruktose besser aufgenommen wird (wir kommen weiter unten darauf zurück).
  2. Die erblich bedingte Störung der Umwandlung von Fruktose in Glukose oder Fett in der Leber aufgrund eines Gendefektes (Hereditäre Fructoseintoleranz, sehr selten, betrifft nur eine Person unter 130.000 Einwohnern). Hier hilft nur eine extrem fruktosearme Ernährung, also der Verzicht auf jeglichen Zucker – und das lebenslang.
  3. Schlechte Leberfunktion, verbunden mit einer verlangsamten Umwandlung von Fruktose in Glukose oder Fett. – Doch selbst wenn die Leber bei der Umwandlung schnell arbeitet, kommt es bei reichlicher Fruktosezufuhr zum Anstau von Fruktose in Blut und Geweben, was ohne Beschwerden bleibt und gewöhnlich übersehen wird, aber langfristig zu vermehrter Fruktation führt und damit zu beschleunigter Alterung und Gewebedegeneration. Um das zu vermeiden, ist die Fruktosezufuhr auf eine geringe Menge pro Mahlzeit zu beschränken, die von der Leber schnell verwertet werden kann. Die Fruktose muß also zügig abgebaut werden. Das bedeutet, konzentrierten Zucker wegzulassen, vor allem Fabrikzucker, und sich mit dem Zucker zu begnügen, der in Obst und Gemüse enthalten ist. Und selbst bei süßen Früchten ist Maß zu halten, wenn man gesund alt werden möchte.