Chemikalien zur Bleichung der Haut
Schwarzhäutige wünschen sich nicht selten eine hellere Haut und verwenden mitunter Bleichmittel wie Dihydroxybenzol (Hydrochinon, Hydroxyphenol), das durch seine Giftwirkung die melaninbildenden Zellen hemmt. Die Bleichwirkung ist schwach. Daher wird den Bleichmitteln all-trans-Retinsäure (Tretionoin), Hydrocortison oder Dexamethason zugesetzt. Cortison dient der Unterdrückung von Hautirritationen. Aber all diese Gifte schaden der Haut und tragen zu einer schnelleren Hautalterung bei. Außerdem belasten sie den Körper.
Chemikalien zur Bräunung der Haut
Der Wunsch nach einer gebräunten Haut läßt manche zu Chemikalien greifen.
Verwendet wird oft Dihydroxyaceton, das die Proteine der Hornschicht durch Maillard-Reaktionen bräunlich verfärbt, ohne daß dazu UV-Licht notwendig ist. Der bräunliche Farbton ist abhängig vom pH-Wert, vom Wasser- und Liposomgehalt und der Dicke der Hornhaut sowie von der Menge der verwendeten Bräunungschemikalien. Die Haut sieht dann oft etwas scheckig aus und vermittelt eher eine ungesunde Bräune. An schlecht durchbluteten Hautpartien können sich auch gelbliche Flecken ergeben. Diese unerwünschten Effekte versucht man mit einer Kombination von anderen Chemikalien zu verhindern. Verwendet werden Naphtachinonen, Chloroform-Methanol-Gemische und Walnußschalenextrakt, alles Gifte, welche die Haut schädigen und letztlich deren Alterung beschleunigen.
Die chemisch verursachte Bräune läßt nach einigen Tagen nach und ist spätestens nach zwei Wochen verschwunden, je nachdem, wie schnell die Hornhaut abschilfert.
Eine derart chemisch gebräunte Haut bietet keinen Schutz vor UV-Strahlung, auch wenn sie noch so dunkel ist. Der Melaningehalt der Haut bleibt unverändert.
Canthaxanthin, das in einigen Bräunungstabletten enthalten ist, kann sich in der Netzhaut der Augen und in der Leber anreichern, verursacht Hautirritationen und Jucken, und kann zu Hepatitis führen.

